Gedichte,
die auf TM-Kursen entstanden sind
08.08.2025 Kirchschlag Wochenabschiedsfeier, ein Thema war der „mexikanische Hut“ in der Physik
Der Linzer Hut
frei nach Prof. Dr. Sudarshan
Gleich am Anfang klare Worte:
Ja, ich liebe Linzer Torte!
Doch noch mehr den Linzer Hut,
der ist fürs ganze Leben gut.
Hier in Linz trägt ihn ein jeder.
Er ist aus Stroh und nicht aus Leder
und außerdem und ungelogen
hat er die Krempe wie ein Bogen.
Und auf seiner Kronenspitz
hat eine Murmel ihren Sitz.
Dort oben ruht sie ganz zentral
In ihrem vollen Potential.
Du ruhst mit still und klar,
so wie es ist es immer war.
Doch plötzlich – nur ein kleines Zittern
lässt die Murmel runterschlittern
und je nach deinem Temperamente
rollt die Kugel in der Krempe.
Da fängt dein Kopf mit an zu schwanken.
Es erscheinen lauter Schranken.
Wo ist Wahrheit, wo ist Licht?
Nein, den Durchblick hast du nicht.
Was ist wie und wo und wann?
Welche Richtung nehm ich dann?
Was ist wichtig, was einerlei?
Was war zuerst, das Huhn, das Ei?
Von einer Murmel lass dich bitte
nicht herausbringen aus deiner Mitte.
Setz dich hin und transzendier,
dann bist du wieder im Jetzt und Hier.
Und siehe da, auf deinem Hut
sitzt die Murmel – alles gut!
Doch lass dich mal genau hinsehen,
da ist etwas mit dir geschehen.
Die Murmel bleibt in Position,
jedoch zugleich schwingt sie schon!?
Der Linzer Hut hat beides drauf:
Ist still, dynamisch und hört nicht auf.
Du liebe Seele wurdest Brahm….
und Linzer Torte gibt’s auch mit Rahm!
Linz 2023
Wissen ist in Bewusstsein strukturiert
Ich pflücke Stoff und trag ihn ins Haus
und schneid mit der Schere Löcher heraus.
Dann pflücke ich Wasser und koche mit Eis
und leere die Teller mit kariertem Reis.
Ich saus mit dem Fahrrad durch kniehohen Matsch.
Ich wache auf. So ein Quatsch!
Im Traum aber hat aller perfekt funktioniert.
Wissen ist in Bewusstsein strukturiert.
Ich erforsche Physik am Institut,
das mache ich gerne und tut mir gut.
Ich erforsche die spukhafte Quantenwelt
und damit verdien ich mein klassisches Geld.
Dann erhalt‘ ich das Wörtchen der Stille,
ein langgehegter Familienwille.
Der TM-Lehrer sagt uns, da sind wir zu viert:
„Wissen ist in Bewusstsein strukturiert.
Und je nachdem in welchem Zustand du bist,
das Wissen in dir unterschiedlich ist.“
Nach einiger Zeit werde ich gewahr:
Mein Zustand ist einfach, milde und klar.
„Wie cool du bist!“ sagen Kollegen zu mir.
Ich bin nur gelassen im Jetzt und Hier.
Die Arbeit macht Spaß und ich denke spontan:
Alles bewegt sich in geordneter Bahn.
Erkenntnisse dämmern und ich denk gerührt:
Wissen ist in Bewusstsein strukturiert.
Und wieder nach einiger Zeit, wie soll ich es schildern,
sehe ich die Dinge in verfeinerten Bildern.
Ich blicke auf etwas und blicke durch Schalen
und erblicke die Dinge in ihren Fraktalen.
Und wieder nach gar nicht so langer Zeit
wächst mir das Herz in Liebe so weit.
Ich kann nicht anders, ich schaue auf was
und erkenne mich selbst, „Ich bin das!“
Jedes und alles ist mit sich verbandelt,
das Innen und Außen hat sich völlig verwandelt.
Der Kosmos so groß, die Quanten so klein,
alles ist ewiges, reines Sein.
Seligen Herzens erzähl ich’s Kollegen---
dass die Beifall klatschen? Aber Hallo, von wegen!?
Ich bin gefeuert, der Job ist aus.
Ich pack meine Sachen und gehe nach Haus.
Noch im Gehen ruf ich, dass es jeder hört:
„Wissen ist in Bewusstsein strukturiert.“
Ein neuer Job. Und der macht Sinn!
Ich bin die neue Kanzlerin!
Ich liebe mein Volk und mein Volk liebt mich
und wer das nicht glaubt, wird wundern sich.
Eine fliegende Gruppe von tausend Leuten
lässt das Naturgesetz wachen und walten.
Im Parlament hat jeder kapiert:
Wissen ist in Bewusstsein strukturiert.
Wir führen mit Liebe und Ram im Geist.
„Erleuchtung für jeden“ unsere Devise heißt.
Und eine neue Erkenntnis mein Amt verziert:
Führung ist ganz in Liebe strukturiert.
Zitate von Maharishi:
Knowledge is structured in consciousness.
Leadership is all structured in love.
Bad Wildungen 2022
Mein Gedicht –gibt es nicht!
Ich schreibe ein Gedicht,
doch das Gedicht gibt es nicht.
Ohne „schreibe“, ohne „ich“,
rein subjektiv und einfältig
wie’s der Forschung heut‘ beliebt,
ist’s ein Gedicht, das es nicht gibt.
Erst die Dreiheit bringt das Licht,
Sinn, Struktur, verleiht Gewicht.
Ich schreibe ein Gedicht.
Ohne „schreibe“, ohne „ich“,
ohne Täter, ohne Tat,
ohne Subjekt, Prädikat,
nur das Objekt allein für sich,
ist Pragyaparadh in meinem Gedicht
und also existiert es nicht.
Was ist, wenn ich den Schrieb zerreiße
und ihn in den Ofen schmeiße,
wenn schwächer wird des Geistes Licht
und die Erinnerung zerbricht?
Wo ist dann das Objekt geblieben?
Hab ich ein Gedicht geschrieben?
Auf die Antwort ganz erpicht
erfühl ich in mir Schicht um Schicht,
bis leise Ahnung zur mir spricht:
Ich erinnere mein Gedicht.
Der Stille hatt‘ ich’s anheim gegeben,
jetzt erwecke ich es zum Leben!
Bewusstsein ist alles, was es gibt.
Mit drei in eins, wie’s uns beliebt,
ist’s Bewusstsein, das sich selbst bedichtet
und eine gute Tat verrichtet.
So entstand der Veda – und mein Gedicht
und ohne Bewusstsein gibt’s beides nicht.
Warum nun frage ich, Ihr Lieben,
hab ich dies Gedicht geschrieben,
das nichts erzählt, wie sich’s erweist
nur Zeil um Zeil um sich selber kreist?
Ich verrate es Euch im Stillen:
Ich tat es um des Reimens willen!
Bad Wildungen 2021
Die alte Villa im Kurpark
Ich ging ohne Buddy gedankenverloren durch den märchenhaften Kurpark spazieren und stand plötzlich vor einem großen alten Haus. „Naja“, dachte ich, „vielleicht gibt es da ja ein Kännchen Ostfriesentee und ein Stück Streuselkuchen mit Schlagsahne. Gehste mal rein!“
Und so stand ich in der Eingangshalle
und bestaunte die vielen Zimmer alle.
Die schmucken Türen luden ein:
„Öffne mich und schau herein!“
Das tat ich und was ich dann sah
- dies schöne alte Mobiliar –
durchschaute ich so gründlich und tief,
dass es in meiner Seele rief:
„Das was dir wirklich hier gefällt,
es ist das Einheitliche Feld!“
Mit klopfendem Herzen schreite dann
in die Zimmer nebenan
und dort noch schneller es mich erhellt:
Auch hier ist ja das Einheitliche Feld.
In jedes Zimmer werf ich den Blick
und komm mit dem Einheitlichen Feld zurück.
Ich geh in den Keller – ein schwarzes Loch!?
Ja, hier im Kurpark, glaubt mir doch!
Ok, lasst das Denken kurz mal sein,
- ich schlupf nämlich rein.
Die Erkenntnis folgt Gott sei Dank nicht zu spät:
Hier herrscht die Singularität.
Das Einheitliche Feld ist auch unterm Haus.
Bloß, wie komm ich jetzt hier wieder raus?
Egal, ich schaff’s und steh im Foyer
und directement in einen Spiegel ich seh.
Und was ich erschaue, das Ihr mir erzählt:
Es ist tatsächlich (alle) das Einheitliche Feld.
WOW!
Ich bin das Feld,
das dieses Haus zusammenhält.
Jetzt geh ich leise zurück
auf den Spitzen meiner Zehen,
Stück um Stück
will ich die Zimmer wiedersehen.
Und wahrlich, sah ich das Einheitliche Feld zuvor,
sehe ich jetzt mich selbst – im neuen Dekor.
Das Wohnzimmer, die Schlafkammer, der Herrensalon,
in jedem der Zimmer bin ich ja schon.
Überall wo ich hingehen will,
bin ich schon längst, lebendig und still.
Ich bin das Feld
und ich bin das Haus
und das Gedicht ist noch nicht aus.
Wir sind ja noch gar nicht in der Küche gewesen,
die hab ich wohl hier irgendwie überlesen.
Los kommt, wir gehen ins Parterre!
Ich öffne Euch die Tür, bitte sehr!
Seht doch selbst, da ist wie bestellt:
(alle) das Einheitliche Feld.
Nee….nee… da steht doch der Ostfriesentee!
Bad Wildungen 2020
Wie gut!
Wie gut,
dass wir in unserem Geist,
der sich als grenzenlos erweist,
wie gut,
dass wir in Transzendenz,
wo du allein dich selbst erkennst,
wie gut,
dass wir im Einheitlichen Feld,
jenseits der Planck-Scala, in jener Welt,
die alle Naturgesetze enthält,
sich selbst erschaffend in Welt um Welt,
wie gut,
dass wir im Reinen Sein,
im feinen Spiel von drei in ein,
wie gut,
dass wir im Reinen Wissen,
KEINEN MUNDSCHUTZ TRAGEN MÜSSEN!?
Bad Wildungen 2019
Typisch Bad Wildungen
Wär ich nicht hierher gefahren,
wie sehr hätt ich’s vermisst!
Alles – wie in den letzten Jahren,
was hier so typisch ist.
Das Ankommen und Loslassen
vom Schlamassel groß und klein,
das Eintauchen und Fußfassen
im transzendenten Sein.
Das, „Du bist auch hier!?“-Wiedersehen,
der gute Schlaf – im Programm!?
Das beim Essen Schlangestehen,
wo man so nett plaudern kann.
Die Vögel, die uns Freude machen
im bunten Kuppelsaal,
die über die Flugversuche lachen,
da unten im Mattental.
Das zarte Wunder, das sich in wenigen Tagen,
in Wildungen niederlässt,
und das – wie soll man’s sagen –
lebendige Stille ist.
Die Vorträge, dieses enorme Wissen
fällt auf erweiterten Geist,
das würd ich wirklich sehr vermissen,
weil das Erkenntnis heißt.
Noch vieles könnte ich hier sagen.
Doch eins ist echt das Beste
und - das will ich Euch jetzt fragen
bei diesem schönen Feste:
Was ist die typische Handbewegung eines Kursleiters in Bad Wildungen?
(er prüft das Mikrofon – dreht es auf den Kopf, um zu prüfen, ob es an ist, denn die waren dauernd kaputt)